Tumoren der Niere

In der Schweiz erkranken jährlich etwa 1'000 Menschen an einem bösartigen Nierentumor (Nierenzellkarzinom). Diese Krebserkrankungen gehören somit zu den häufigeren Tumoren.

Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen, meistens zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Es gibt auch gutartige Nierentumore (Angiomyolipome und Onkozytome).

Am Tumorzentrum Limmattal – Ihrem Kompetenzzentrum für Nierentumoren im Raum Zürich – bieten wir eine umfassende Abklärung, individuelle Therapieplanung und persönliche Betreuung. Von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge begleiten wir Patientinnen und Patienten durch den gesamten Behandlungsprozess.

Das Nierenzellkarzinom (Nierenkrebs, früher Hypernephrom genannt) ist die häufigste Tumorerkrankung der Niere. Sie entsteht aus den Zellen der Nierenkanälchen (Tubuluszellen).

Nierenkrebs wächst langsam und verursacht lange Zeit keine Symptome oder Beschwerden. Daher werden sie heute oft zufällig im Rahmen von Ultraschall- oder CT-Untersuchungen entdeckt. Mit fortschreitendem Wachstum können sie Blutungen verursachen (sichtbar oder nachweisbar im Urin) oder auf Nachbarorgane Druck ausüben. 

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Risikofaktoren für Nierenkrebs

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Chronische Niereninsuffizienz, Dialyse
  • Familiäre Vorbelastung und genetische Syndrome (zum Beispiel Von-Hippel-Lindau-Syndrom)

Unser Behandlungsangebot

Die urologische Sprechstunde bietet die Möglichkeit für erste Schritte in der Diagnostik: Körperliche Untersuchungen, Urindiagnostik, urologischer Ultraschall sowie Laboruntersuchungen (Tumormarker). 

Erweiterte Diagnostik durch radiologische (Computertomografie (CT), Magnetresonanzuntersuchung (MRI)) oder nuklearmedizinische Untersuchungen (PET-CT)

Untersuchung von Biopsien und Tumorpräparaten im Pathologischen Institut des Universitätsspitals Zürich: Beurteilung und Differenzierung mit modernsten Immun- und Molekularuntersuchungen

Nach erfolgter Diagnosestellung, sorgfältiger Umgebungsdiagnostik sowie Staging-Untersuchung (sogenannte Ausbreitungsdiagnostik): Diskussion und Protokollierung des Befunds am interdisziplinären Tumorboard. Daraus ergibt sich eine fachübergreifende, wissenschaftlich vielseitig abgestützte Empfehlung zur Behandlung.

Sämtliche technischen Möglichkeiten für operative Eingriffe bestehend aus endoskopischen, robotischen (Da Vinci), LASER-unterstützten sowie offenen Eingriffen

Medikamentöse Behandlung aller urologischen Tumorformen: moderne lokale oder systemische Chemotherapien, zielgerichtete Therapien, Immuntherapien/Checkpoint-Inhibitoren. Dabei wird die Therapie an den neusten medizinischen und wissenschaftlichen Richtlinien und Standards ausgerichtet und massgeschneidert auf Alter und Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten sowie deren persönlichen Wünschen.

Radiotherapie (Bestrahlung): Planung im Spital Limmattal und Durchführung an Partnerspitälern mit höchstmoderner Ausrüstung (CyberKnife, Brachytherapie) 

Genetische Beratungen bei Tumorerkrankungen mit vererbbarer Komponente

Umfassende Unterstützung für eine bestmögliche Lebensqualität während und nach der Behandlung durch unsere Fachexpertinnen und -experten der Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialdienst und Seelsorge

Ihr Behandlungsablauf

  • 1. Vorabklärungen (Staging)
  • 1. Vorabklärungen (Staging)

    Die Abklärungen dienen der genauen Einschätzung der Tumorgrösse und Lage sowie der Ausbreitung bezüglich möglicher Ableger (Metastasen). Alle notwendigen Untersuchungen werden im Spital Limmattal durchgeführt.

    Ein Ultraschall ist oftmals  die erste Untersuchung und gut zur Erkennung von räumlichen Veränderungen im Nierenbereich, die auf eine mögliche Krebserkrankung hinweisen können. Weiter können je nach Situation und Befund andere Diagnosemethoden hinzukommen:

    •    Computertomografie (CT) mit Kontrastmittel – Standarduntersuchung zur Beurteilung von Tumorgrösse, -ausdehnung und
          möglicher Metastasen
    •    Magnetresonanztomographie (MRT) – bei speziellen Fragestellungen oder Kontrastmittelunverträglichkeit
    •    Laboruntersuchungen zur Einschätzung der Nierenfunktion
    •    Biopsie – in ausgewählten Fällen zur Sicherung der Diagnose vor Therapiebeginn

  • 2. Interdisziplinäres Tumorboard
  • 2. Interdisziplinäres Tumorboard

    Alle Patientinnen und Patienten mit einem Nierenzellkarzinom werden nach Vorliegen der relevanten Befunde im Rahmen unseres interdisziplinären Tumorboards besprochen. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten der Urologie, Onkologie, Radioonkologie, Radiologie und Pathologie sind persönlich anwesend und erarbeiten gemeinsam einen individuellen Therapie- und Nachsorgeplan unter Berücksichtigung des Tumorstadiums, der Tumorgrösse, Tumorlage, dem Zustand der Gegenniere, allfälliger Begleiterkrankungen sowie der persönlichen Wünsche der Betroffenen. Nach der Besprechung werden die Patientinnen und Patienten über den Therapievorschlag orientiert und die weiteren Termine zeitnah geplant.

  • 3. Behandlung
  • 3. Behandlung

    Bei den meisten Krebserkrankungen der Nieren, der Harnblase und des Harnleiters wird eine modulare Behandlung vorgeschlagen. Diese kann die folgenden Module umfassen:

    • Medikamentöse Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie, Hormontherapie)
    • Strahlentherapie (äussere Bestrahlung, innere Bestrahlung = Brachytherapie)
    • Chirurgische Therapie
    • Interventionelle Therapie

    Je nach Ort und Typ der Erkrankung sowie den Lebensumständen der Patientinnen und Patienten werden diese Module zeitlich festgelegt und koordiniert. 

    Die Behandlungsvorschläge orientieren sich wie erwähnt an den neuesten Richtlinien und Studien.  Es wird immer eine möglichst schonende Therapie angestrebt, sei es durch die entsprechende Wahl der Medikamente oder Strahlentherapie oder durch minimal-invasive Operationsmethoden. Eine Kombination ist oftmals indiziert.

  • 4. Operation
  • 4. Operation

    Bei den meisten Tumoren der Nieren, Blase und Harnleiter stellt die Operation einen wichtigen Schritt in der Behandlungskette dar. Viele der Krebsoperationen führen wir im Spital Limmattal minimal-invasiv oder endoskopisch mit möglichst schonenden Techniken durch.

    Für die Phase vor, während und nach der Operation stehen uns Massnahmen zur Verfügung, die zu einer rascheren Erholung und einer tieferen Komplikationsrate führen. Zu den erwähnten Massnahmen gehören:

    •    eine optimale psychologische und medizinische Vorbereitung der Patientinnen auf die Narkose sowie den Eingriff
    •    eine möglichst schonende (minimal-invasive) Technik
    •    der Verzicht auf Drainagen oder deren frühzeitige Entfernung (nach Möglichkeit)
    •    eine optimale Schmerz- und Übelkeitstherapie 
    •    die frühe Rehabilitation im Spital (Aufstehen und Bewegung unter Begleitung der Physiotherapie, rascher Nahrungsaufbau in Zusammenarbeit mit unserer Ernährungsberatung)

  • 5. Nachsorge
  • 5. Nachsorge

    Nach der Behandlung sind regelmässige Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um ein eventuelles Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Die Nachsorge wird strukturiert und gemäss den aktuellen Leitlinien der europäischen Fachgesellschaften (European Association of Urology, EAU) durchgeführt. Sie umfasst im Wesentlichen:

    •    Klinische Untersuchung
    •    Laborkontrollen (Nierenfunktion, Blutbild)
    •    Bildgebungen (CT oder MRI, Ultraschall) in definierten Intervallen

  • 6. Unterstützende Disziplinen
  • 6. Unterstützende Disziplinen

    Eine Krebsdiagnose belastet nicht nur ein Organ, sondern betrifft den Menschen in seiner Gesamtheit, körperlich und psychisch. Am Tumorzentrum bieten wir Ihnen deshalb eine umfassende Unterstützung aus verschienden Fachgebieten an, wie zum Beispiel der Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Sozialdienst oder Seelsorge, um die bestmögliche Lebensqualität während und nach der Behandlung zu gewährleisten.

    Bei allfälligen Anpassungen Ihres Lebensstils erhalten Sie Unterstützung von unseren Spezialistinnen und Spezialisten oder Sie können nephrologische Sprechstunden bei unseren Konsiliarärztinnen und Konsiliarärzten in Anspruch nehmen.

Team Tumoren der Nieren & Blase

Kontakt

Tumorzentrum Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

+41 44 733 22 48

+41 44 733 21 26


Telefonische Erreichbarkeit
Montag - Freitag  08.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr 

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Spital Limmattal
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Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.

Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.
Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.



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