50 Jahre Spital Limmattal

Auf einer einst grünen Wiese wurde 1964 mit dem Bau des modernsten Spitals der Schweiz begonnen. 1970 wurde es feierlich eröffnet und ist seither einer der wichtigsten Grundversorger des Limmattals: Ein Stück LIMMIgeschichte.

50 Jahre liegen zwischen der Eröffnung des alten Spitals Limmattal und heute. Eine Zeit, in der die Medizin rasante Fortschritte erzielt hat. Dank der Entwicklung neuer Medikamente sowie Verfahren sind Lebensqualität und -erwartung seither stetig gestiegen. Erfahren Sie, was das Limmi und die Welt zwischen 1945 und 2020 bewegt hat.

Zeitstrahl

Was hat das Limmi und die Welt bewegt?

Was hat das LIMMI & die Welt bewegt

  • 1945 bis 1959
  • 1945 bis 1959

    1945 - Antibiotika

    Der Schotte Alexander Fleming erhält mit Howard Florey und Ernst Chain den Nobelpreis für die Entdeckung des Penicillins als erstes Antibiotikum und wegen dessen heilender Wirkung bei verschiedenen Infektionskrankheiten. Fleming entdeckte den Wirkstoff zufällig im Jahr 1928.

    1953 - DNS-Struktur Modell

    Die Struktur der Erbinformation Desoxyribonukleinsäure (DNS) wird als molekulare Wendeltreppe (DNSDoppelhelix) erkannt.

    1958 - Gründung und Konstituierung einer öffentlichen Körperschaft

    1. Delegiertenversammlung der heutigen Verbandsgemeinden. Präsident und Initiant ist Kantonsrat Ernst Kessler, Gesundheitsvorstand in Schlieren. Hauptgrund ist eine drastische Verschärfung der Bettennot für Akutkranke in Zürich.

  • 1960 bis 1974
  • 1960 bis 1974

    1960 - Entscheid Spitalkommission

    Realisierung des Spitalbaus mit 400 Betten in nur einer Etappe.

    1964 - Ja zum Spital

    Die Stimmbürger des Kantons Zürich bewilligen überwältigend mit 100 514 Ja zu 11 207 Nein den Kredit für das Projekt Spital Limmattal.

    1967 - Herztransplantation

    Die weltweit erste erfolgreiche Herzverpflanzung geschieht in Südafrika. Der Patient stirbt nach 18 Tagen an Lungenversagen. (1969 erste Transplantation in der Schweiz, Zürich)

    1970 - Feierliche Eröffnung

    Das modernste Spital der Schweiz öffnet seine Türen. Das Spital Limmattal verfügt über 406 Pflegebetten, einen eigenen Krankentransportdienst mit 24-Stunden-Einsatz sowie 195 Mitarbeitende. Die Schwesternschule Theodosianum zieht ein.

  • 1975 bis 1989
  • 1975 bis 1989

    1976 - Computertomographie (CT)

    Weiterentwicklung und Anwendung des bildgebenden Verfahrens am Computer.

    1978 - Einführung Ultraschall

    Die neue Untersuchungsmethode ist strahlenunabhängig und stellt für den Patienten keinerlei Belastung dar. Mittels dieser Methode können praktisch alle inneren Organe und Strukturen bildlich dargestellt und Veränderungen festgehalten werden.

    1980 - Sieg über die Pocken

    Erste von Menschen besiegte Krankheit. Die WHO erklärt die Welt für pockenfrei.

    1983 - HIV-Virus

    Entdeckung des AIDS verursachenden Humanen Immundefizienz- Virus (HIV).

    1984 - Genetischer Fingerabdruck

    Entwicklung des heutzutage in der Forensik angewandten Verfahrens für genetische Fingerabdrücke.

    1987 - Abschluss der zweiten Bauphase (drei Jahre)

    Erstellung Hauptbau, verschiedene Anpassungen im Akutspital-Bereich (Notfallstation, Röntgenabteilung, Nuklearmedizin, Liftsäule, Umwandlung der 6er- in 1- und 2er-Zimmer, GOPS)

  • 1990 bis 2004
  • 1990 bis 2004

    1990 - Gentherapie

    Erster erfolgreicher Eingriff ins Erbgut eines Babys zur Heilung einer Erbkrankheit, die das Immunsystem schwächt.

    1993 - UNICEF-Label "Stillfreundliche Klinik"

    Das Spital erhält als eines der ersten Schweizer Spitäler die UNICEF-Auszeichnung «Stillfreundliche Klinik». Grundlage der Initiative sind die «Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen».

    1994 - Schlüssellochchirurgie

    Einführung des 3D-Systems für die endoskopischen Operationen als erstes Spital in der Schweiz

    1996 - "Dolly"

    Das erstmals von einem Embryologen geklonte Schaf «Dolly» erlangt Weltberühmtheit.

    2001 - Vollständige DNA-Sequenzierung

    Vollständige Entschlüsselung des menschlichen Erbguts (Human-Genom-Projekt, Celera Genomics)

  • 2005 bis 2019
  • 2005 bis 2019

    2006 - HPV-Impfstoff

    Entwicklung des HPV-Impfstoffs gegen humane Papillomviren, welche hauptsächlich verantwortlich sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

    2011 - Rinderpest

    Offizielle Feststellung der Ausrottung der Rinderpest durch die UNO. Damit gelingt es – nach den Pocken – zum zweiten Mal in der Geschichte, eine Infektionskrankheit zu tilgen.

    2013 - Ja zum Spitalneubau

    Die Trägergemeinden stimmen einem Verpflichtungskredit in Höhe von CHF 270 Millionen und damit dem Spitalneubau zu. Der Ja-Stimmenanteil beträgt stolze 91 Prozent.

    2014 - Zertifizierung Stroke Unit

    Die Hirnschlagkommission der Swiss Federation of Clinical Neuro-Societies (SFCNS) zertifiziert die Spezialabteilung für Hirnschlagpatienten.

    2015 - Da-Vinci-Operationsroboter

    Einführung der robotergestützten Chirurgie am Spital Limmattal, welche minimal-invasive Eingriffe möglich macht.

    2017 - 3-D-Knieprothesen

    Einführung der 3-D-Prothetik in der Orthopädischen Klinik

    2017 - Q-Label für Brustzentrum

    Die Krebsliga Schweiz und die Schweizerische Gesellschaft für Senologie vergeben dem Brustzentrum Zürich West das Qualitätssiegel.

    2018 - Virtual Reality in der Medizin

    Präsentation des HIPS (HüftImplantat-Pfannenfräs Simulator) als VR-Trainer zum Einsetzen einer künstlichen Hüfte in der virtuellen Umgebung.

    2018 - Neubau Akutspital

    Im Oktober wird in den neuen Räumen der Betrieb aufgenommen. Die Übergabe an den Spitalverband Limmattal sowie die offizielle Eröffnungsfeier finden bereits im September statt.

    2018 - Ja zum Pflegezentrum-Neubau

    Die Stimmbevölkerung legt am 25. November ein deutliches Ja zum Pflegezentrum- Neubau in die Urne.

    2019 - Neubau Stützpunkt Rettungsdienst

    Nach nur acht Monaten Bauzeit wird der neue Stützpunkt des Rettungsdiensts im November 2019 eröffnet.

    2019 - Auf Kurs

    Der Spitalverband verzeichnet einen Zuwachs in allen Bereichen und legt einen hervorragenden Start im Neubau des Akutspitals hin.

  • 2020
  • 2020

    2020 - Covid-19-Pandemie

    Die von der WHO offiziell zur Pandemie erklärte Atemwegserkrankung zwingt auch das Spital Limmattal zu weitgehenden und tiefgreifenden Massnahmen.

Ein Stück LIMMIgeschichte

Spital Limmattal 1970

Im Zentrum des Dreiecks Dietikon/Urdorf/Schlieren (die drei grössten Gemeinden des Limmattals) wurde das Spital errichtet, damit es für die Einwohner aller Gemeinden leicht erreichbar war. Neben dem Hauptgebäude mit dem Bettenhochhaus, welches die gesamte Region überragte, befanden sich eine Apotheke, ein Blutspendezentrum, Personalhäuser sowie die Schwesternschule Theodosianum, die vom Klusplatz Zürich in die neuen Schulräumlichkeiten eingezogen war. Das Spital umfasste 406 Pflegebetten. 195 Mitarbeiter fanden in den Personalhäusern eine Unterkunft.

Spital Limmattal 2020

Die Bevölkerung im Limmattal wuchs in den letzten Jahrzehnten weiterhin sehr stark, so dass die Umgebung des Spitals inzwischen relativ dicht bebaut ist. Die Bettenanzahl wurde inzwischen auf über 188 redimensioniert. Der Fortschritt der Medizin erlaubt es, immer mehr Menschen nach der Behandlung am gleichen Tag wieder nach Hause zu lassen. Dieser Trend setzt sich in Zukunft
fort. Der alte Spitalbau hat seit November 2018 ausgedient. Das angebaute Pflegezentrum bleibt vorerst bestehen. Die meisten Mitarbeitenden wohnen heute extern, so dass es nur noch ein Personalhaus in Urdorf gibt.

Krankenwagen 1970

Schon im Eröffnungsjahr wurden zwei Chevrolet-Krankenwagen gekauft. Die spartanisch eingerichteten Fahrzeuge erfüllten fast ausschliesslich Transportfunktionen und boten kaum medizinische Versorgung. Vier Verletzte konnten gleichzeitig transportiert werden. Fünf Fahrer sorgten im Schichtbetrieb für die Gewährleistung des 24-Stunden-Betriebs.

Rettungsdienst 2020

Die aktuellen Rettungswagen sind hochmoderne "Intensivstationen auf Rädern", in denen die Besatzung – ausschliesslich diplomierte Rettungssanitäter – Verletzte und Erkrankte stabilisieren und erstversorgen. Der Rettungsdienst des Spitals Limmattal umfasst 35 Mitarbeitende. Er verfügt über vier Rettungswagen sowie zwei Notarzteinsatzfahrzeuge.

Notfall 1970

Obwohl ursprünglich gar nicht vorgesehen, wurde schliesslich doch eine schlichte Notfallstation (auch Triagestation genannt) mit fünf Betten geschaffen, die in den ersten acht Monaten 1273 Personen betreute.

Notfall 2020

Heute ist die Notfallstation mit 12 Einzelzimmern und einem Isolationszimmer ein wichtiger Bestandteil des Spitals. Bis zu 28 000 Patienten werden hier jährlich versorgt, einfache Fälle direkt in der integrierten hausärztlichen Notfallpraxis.

Bildergalerie

Kontakt

Spital Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

+41 44 733 11 11

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Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.
Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.

Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden.

Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.

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Notfall-Nummern

Notruf Rettungsdienst

144

Vergiftungszentrale

145

Ärztlicher Notfalldienst Ärztefon

0800 33 66 55

Zahnärztlicher Notfalldienst Stadt Zürich

0844 400 400

Medizinisches Beratungstelefon Spital Limmattal*

0900 733 144

*kostenpflichtig

Bitte melden Sie sich bei Ankunft im Notfall und nehmen Sie folgende Unterlagen mit:

Gültiger Versicherungsausweis
Falls kein gültiger Versicherungsausweis vorgelegt werden kann oder bei Patientinnen und Patienten aus dem Ausland ohne Versicherungsformular E911, kann ein Depot verlangt werden (die Höhe des Depots ist abhängig von den anfallenden Behandlungskosten).

Ihre medizinischen Unterlagen beziehungsweise Angaben über Medikamente, die Sie allenfalls regelmässig nehmen oder bereits eingenommen haben.