Tumoren der Nieren & Blase

Tumoren der Nieren und Blase gehören zu den urologischen Erkrankungen. Sie betreffen nebst Niere und Blase auch die Harnleiter bei Frauen und Männern.

Tumoren der Nieren & Blase

Die Krebstherapie hat in der Urologie einen sehr hohen Stellenwert. Urologische Tumoren sind im Allgemeinen häufig und sehr unterschiedlich zu therapieren.

Manche treten bei beiden Geschlechtern auf und sind in unterschiedlichen Altersgruppen zu finden. Oft sind es intime, bedrückende und komplexe Leiden und bedürfen einer interdisziplinären Behandlung.

Zu den urologischen Tumoren beider Geschlechter gehören:

Nierenkrebs
  • Nierenzellkarzinom
Blasenkrebs
  • Urothelkarzinom (das selten auch im Harnleiter entstehen kann)

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Die frühe Erkennung eines Krebsleidens ist entscheidend für die Heilungschancen. Nahezu immer ist eine fachübergreifende diagnostische Abklärung notwendig, um eine optimale, zeitgemässe und wissenschaftlich fundierte Behandlung anbieten zu können. Im Bereich der medikamentösen Behandlung hat die Onkologie in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.

Unser Behandlungsangebot


Die urologische Sprechstunde bietet die Möglichkeit für erste Schritte in der Diagnostik: Körperliche Untersuchungen, Urindiagnostik, urologischer Ultraschall, Diagnostik mit «Spiegelungen» sowie Laboruntersuchungen (Tumormarker). 

Erweiterte Diagnostik durch radiologische (Computertomografie (CT), Magnetresonanzuntersuchung (MRI)) oder nuklearmedizinische Untersuchungen (PET-CT)

Untersuchung von Biopsien und Tumorpräparaten im Pathologischen Institut des Universitätsspitals Zürich: Beurteilung und Differenzierung mit modernsten Immun- und Molekularuntersuchungen

Nach erfolgter Diagnosestellung, sorgfältiger Umgebungsdiagnostik sowie Staging-Untersuchung (sogenannte Ausbreitungsdiagnostik): Diskussion und Protokollierung des Befunds am interdisziplinären Tumorboard. Daraus ergibt sich eine fachübergreifende, wissenschaftlich vielseitig abgestützte Empfehlung zur Behandlung.

Sämtliche technischen Möglichkeiten für operative Eingriffe bestehend aus endoskopischen, robotischen (Da Vinci Roboter System), LASER-unterstützten sowie offenen Eingriffen

Medikamentöse Behandlung aller urologischen Tumorformen: Hormontherapien, Chemotherapien, zielgerichtete Therapien, Immuntherapien/Checkpoint-Inhibitoren. Dabei wird die Therapie an den neusten medizinischen und wissenschaftlichen Richtlinien und Standards ausgerichtet und massgeschneidert auf Alter und Gesundheitszustand der Patienten sowie deren persönlichen Wünschen.

Radiotherapie (Bestrahlung): Planung im Spital Limmattal und Durchführung an Partnerspitälern mit höchstmoderner Ausrüstung (CyberKnife, Brachytherapie) 

Genetische Beratungen bei Tumorerkrankungen mit vererbbarer Komponente

Umfassende Unterstützung für eine bestmögliche Lebensqualität während und nach der Behandlung durch unsere Fachexpertinnen und -experten der Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Physiotherapie (inklusive Beckenbodentraining), Ergotherapie, Stoma- und Inkontinenztherapie, Sozialdienst und Seelsorge

Ihr Behandlungsablauf

  • 1. Vorabklärungen (Staging)
  • 1. Vorabklärungen (Staging)

    Die Vorabklärungen dienen dazu, alle notwendigen Informationen über die Tumorerkrankung zu erhalten, um einen individuellen Behandlungsplan vorschlagen zu können. Hierbei wird der Tumor selber, dessen Ausbreitung, mögliche Ableger sowie der Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten detailliert abgeklärt. Zu den Untersuchungsmethoden gehören sämtliche verfügbaren Endoskopietechniken (Spiegelungen), radiologische und nuklearmedizinische Methoden sowie die pathologische und immunologische Aufarbeitung von Gewebeproben (Biopsien).

    Die Vorabklärungen erfolgen innert möglichst kurzer Zeit, um den Patientinnen und Patienten rasch einen Therapievorschlag unterbreiten zu können. Das ist in der Regel innert 2 Wochen möglich. Bei bereits erfolgten externen Vorabklärungen werden alle Befunde (zum Beispiel Röntgen- oder CT-Befunde) an das Tumorzentrum Limmattal übermittelt.

  • 2. Interdisziplinäres Tumorboard
  • 2. Interdisziplinäres Tumorboard

    Alle Patienten mit einer Krebserkrankung werden im Rahmen unseres interdisziplinären Tumorboards besprochen. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten sind persönlich anwesend und die Resultate der Voruntersuchungen werden in die Präsentationen und Besprechungen miteinbezogen. Das Team entwickelt für alle Patientinnen und  Patienten einen individuellen Therapieplan, welcher sich an den aktuellsten internationalen Guidelines orientiert und die privaten und beruflichen Umstände sowie die individuellen Wünsche berücksichtigt. Nach der Besprechung werden die Patientinnen und Patienten über den Therapievorschlag orientiert und die weiteren Termine zeitnah geplant.

  • 3. Behandlung
  • 3. Behandlung

    Bei den meisten Krebserkrankungen der Nieren, der Harnblase und des Harnleiters wird eine modulare Behandlung vorgeschlagen. Diese kann die folgenden Module umfassen:

    • Medikamentöse Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie, Hormontherapie)
    • Strahlentherapie (äussere Bestrahlung, innere Bestrahlung = Brachytherapie)
    • Chirurgische Therapie
    • Interventionelle Therapie

    Je nach Ort und Typ der Erkrankung sowie den Lebensumständen der Patientinnen und Patienten werden diese Module zeitlich festgelegt und koordiniert. 

    Die Behandlungsvorschläge orientieren sich an den neuesten Richtlinien und Studien. Es wird eine möglichst schonende Therapie angestrebt, sei es durch die entsprechende Wahl der Medikamente oder Strahlentherapie oder durch minimal-invasive Operationsmethoden. Eine Kombination ist oftmals indiziert.

  • 4. Operation
  • 4. Operation

    Bei den meisten Tumoren der Nieren, Blase und Harnleiter stellt die Operation einen wichtigen Schritt in der Behandlungskette dar. Viele der Krebsoperationen führen wir im Spital Limmattal minimal-invasiv oder endoskopisch mit möglichst schonenden Techniken durch.

    Für die Phase vor, während und nach der Operation stehen uns Massnahmen zur Verfügung, die zu einer rascheren Erholung und einer tieferen Komplikationsrate führen. Zu den erwähnten Massnahmen gehören:

    •    eine optimale psychologische und medizinische Vorbereitung der Patientinnen auf die Narkose sowie den Eingriff
    •    eine möglichst schonende robotisch (Da Vinci Roboter System) (minimal-invasive) Technik
    •    der Verzicht auf Drainagen oder deren frühzeitige Entfernung (nach Möglichkeit)
    •    eine optimale Schmerz- und Übelkeitstherapie 
    •    die frühe Rehabilitation im Spital (Aufstehen und Bewegung unter Begleitung der Physiotherapie, rascher Nahrungsaufbau in Zusammenarbeit mit unserer Ernährungsberatung)

  • 5. Nachsorge
  • 5. Nachsorge

    Unter Nachsorge versteht man die Kontrollen nach einer Krebsbehandlung. In den meisten Fällen erfolgen diese bei uns am Tumorzentrum Limmattal über mehrere Jahre hinweg, mit einer bestimmten Regelässigkeit sowie einem strukturierten Nachsorgeprogramm 

    Bei Tumoren der Nieren und Blase verlaufen diese Nachsorgeuntersuchungen je nach Tumorart. Sie umfassen jedoch meistens regelmässige körperliche Untersuchungen, Blutentnahmen oder eine Bildgebung und je nach Situation Probeentnahmen oder Endoskopien, gefolgt von einem Gespräch durch die nachsorgenden Ärztinnen und Ärzten. Hierbei legen wir Wert darauf, dass die Patientinnen und Patienten immer dieselbe ärztliche Ansprechperson haben. 

  • 6. Unterstützende Disziplinen
  • 6. Unterstützende Disziplinen

    Krebs ist eine sehr belastende Diagnose, welche nicht nur eine körperliche Krankheit ist, sondern die Patienten und ihr Umfeld auch mental stark belastet. Am Tumorzentrum bieten wir Ihnen Unterstützung aus verschiedenen Fachgebieten an, unter anderem aus den Bereichen: Psychoonkologie, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Urocare, Stoma- und Kontinenzberatung, Pflege, Sozialdienst oder Seelsorge.

Team Tumoren der Nieren & Blase

Kontakt

Tumorzentrum Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

+41 44 733 22 48

+41 44 733 21 26


Telefonische Erreichbarkeit
Montag - Freitag  08.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr 

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Spital Limmattal
Urdorferstrasse 100
CH-8952 Schlieren

+41 44 733 11 11


Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.

Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.
Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.



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