Tumoren der männlichen Organe
Zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen gehören Tumoren der männlichen Geschlechtsorgane. Insbesondere Erkrankungen der Prostata macht dabei den Grossteil der Krebsdiagnosen aus.

Tumoren der männlichen Organe
Für Betroffene sind diese Arten von Krebserkrankungen sehr intim und oft bedrückend. Unsere interdisziplinären Teams behandeln jeden Patienten individuell und auf seine Bedürfnisse ausgerichtet.
Männerspezifische Krebserkrankungen können in allen Lebensphasen und in allen Bereichen der Geschlechtsorgane auftreten:
| Prostata |
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| Hoden |
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| Penis |
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Kontakt
Gerne beantworten wir Ihre Fragen persönlich oder erstellen für Sie eine formelle Zweitmeinung.
tumorzentrum@spital-limmattal.ch
Die frühe Erkennung eines Krebsleidens ist entscheidend für die Heilungschancen. Nahezu immer ist eine fachübergreifende diagnostische Abklärung notwendig, um eine optimale, zeitgemässe und wissenschaftlich fundierte Behandlung anbieten zu können. Im Bereich der medikamentösen Behandlung hat die Onkologie in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Unser Behandlungsangebot
Individuelle Betreuung durch ein langjährig erfahrenes uro-onkologisches Behandlungsteam mit persönlichen Ansprechpartnern für Patientinnen, Patienten und Angehörige.
Vollständige diagnostische Abklärung inklusive Ultraschall, Laboranalysen, Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRI). Spezielle andrologische Betreuung und Fertilitätsberatung durch das Andrologie-Zentrum der Uroviva
Operative Therapie mittels radikaler inguinaler Orchiektomie via Leistenschnitt (gegebenenfalls mit Einlage einer Hodenprothese): Entfernung des betroffenen Hodens mit Samenstrang über Schnitt in der Leistengegend, in seltenen Fällen Entfernung von betroffenen Lymphknoten im hinteren Bauchraum (retroperitoneale Lymphadenektomie, RPLND)
Bestimmung der genauen Beschaffenheit des Tumors für die histologische Diagnose am Pathologischen Institut des Universitäts Spitals Zürich
Pathologische Aufarbeitung des Tumorgewebes sowie bildgebende Diagnostik als Grundlage für die Besprechung an der interdisziplinären Tumorkonferenz
Medikamentöse Therapie mit Chemotherapie nach standardisierten Protokollen, individuell abgestimmt auf die Situation der Patientinnen und Patienten, auf Grundlage aktueller medizinischer und wissenschaftlicher Leitlinien und Vorgaben durch die Onkologie.
Strahlentherapie in ausgewählten Situationen, nach gemeinsamer Beurteilung in der Tumorkonferenz; Durchführung der Bestrahlung in Zusammenarbeit mit dem Radioonkolgischen Zentrum Hirslanden.
Persönliche Betreuung durch Fachpersonen der Psychotherapie, Physiotherapeutie, Sexualtherapie, andrologische Therapie und des Sozialdiensts
Strukturierte Nachsorge gemäss den aktuellen Leitlinien der europäischen Fachgesellschaften (European Association of Urology, EAU)
Ihr Behandlungsablauf
- 1. Vorabklärungen (Staging)
- 2. Interdisziplinäres Tumorboard
- 3. Behandlung
- 4. Operation
- 5. Nachsorge
- 6. Unterstützende Disziplinen
1. Vorabklärungen (Staging)
Die Vorabklärungen dienen dazu, alle notwendigen Informationen über die Tumorerkrankung zu erhalten, um einen individuellen Behandlungsplan vorschlagen zu können. Hierbei wird der Tumor selber, dessen Ausbreitung, mögliche Ableger sowie der Gesundheitszustand der Patienten detailliert abgeklärt. Zu den Untersuchungsmethoden gehören sämtliche verfügbaren Ultraschalluntersuchungen (Sonografie, Endosonografie, Dopplersonografie), Endoskopietechniken (Spiegelungen), radiologische und nuklearmedizinische Methoden sowie die pathologische und immunologische Aufarbeitung von Gewebeproben (Biopsien).
Die Untersuchungen erfolgen innert möglichst kurzer Zeit, um den Patienten rasch einen Behandlungsvorschlag unterbreiten zu können. Bei Tumoren der männlichen Geschlechtsorgane ist dies in der Regel innert 2 bis 3 Wochen möglich. Bei externen Vorabklärungen werden alle Befunde (zum Beispiel Röntgen- oder CT-Befunde) an das Tumorzentrum Limmattal übermittelt.
2. Interdisziplinäres Tumorboard
Alle Patienten mit einer Krebserkrankung werden im Rahmen unseres interdisziplinären Tumorboards besprochen. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten sind persönlich anwesend und die Resultate der Voruntersuchungen werden in die Präsentationen und Besprechungen miteinbezogen. Das Team entwickelt für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan, welcher sich an den aktuellsten internationalen Guidelines orientiert und die privaten und beruflichen Umstände sowie die individuellen Wünsche berücksichtigt. Nach der Besprechung werden die Patienten über den Therapievorschlag orientiert und die weiteren Termine zeitnah geplant.
3. Behandlung
Bei den meisten Krebserkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane wird eine modulare Behandlung vorgeschlagen. Diese kann die folgenden Module umfassen:
• Medikamentöse Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie, Hormontherapie)
• Strahlentherapie (äussere Bestrahlung, innere Bestrahlung = Brachytherapie)
• Chirurgische Therapie
• Interventionelle Therapie
Je nach Ort und Typ der Erkrankung sowie den Lebensumständen der Patienten werden diese Module zeitlich koordiniert.
Die Behandlungsvorschläge orientieren sich an den neuesten Richtlinien und Studien. Es wird eine möglichst schonende Therapie angestrebt, sei es durch die entsprechende Wahl der Medikamente oder Strahlentherapie oder durch minimal-invasive Operationsmethoden. Eine Kombination ist oftmals indiziert.
4. Operation
Bei den meisten Tumoren der männlichen Geschlechtsorgane stellt die Operation einen wichtigen Schritt in der Behandlungskette dar. Viele der Krebsoperationen führen wir im Spital Limmattal minimal-invasiv oder roboterunterstützt durch.
Für die Phase vor, während und nach der Operation stehen uns Massnahmen zur Verfügung, die zu einer rascheren Erholung und einer tieferen Komplikationsrate führen. Zu den erwähnten Massnahmen gehören:
• eine optimale psychologische und medizinische Vorbereitung der Patientinnen auf die Narkose sowie den Eingriff
• eine möglichst schonende (minimal-invasive) Technik
• der Verzicht auf Drainagen oder deren frühzeitige Entfernung (nach Möglichkeit)
• eine optimale Schmerz- und Übelkeitstherapie
• die frühe Rehabilitation im Spital (Aufstehen und Bewegung unter Begleitung der Physiotherapie, rascher Nahrungsaufbau in Zusammenarbeit mit unserer Ernährungsberatung)
5. Nachsorge
Unter Nachsorge versteht man die Kontrollen nach einer Krebsbehandlung. In den meisten Fällen erfolgen diese bei uns am Tumorzentrum Limmattal über mehrere Jahre hinweg, mit einer bestimmten Regelmässigkeit sowie einem strukturierten Nachsorgeprogramm gemäss den regelmässig aktuellsten Leitlinien der Urologischen Fachgesellschaft. Sie umfassen meistens regelmässige körperliche Untersuchungen, teilweise Blutentnahmen oder eine Bildgebung, gefolgt von einem Gespräch durch die nachsorgenden Ärztinnen oder Ärzte. Hierbei legen wir grossen Wert darauf, dass den Patienten immer dieselbe ärztliche Ansprechperson zur Verfügung steht.
6. Unterstützende Disziplinen
Krebs ist eine sehr belastende Diagnose, welche nicht nur eine körperliche Krankheit ist, sondern die Patienten und ihr Umfeld auch mental stark belastet. Am Tumorzentrum bieten wir Ihnen Unterstützung aus verschiedenen Fachgebieten an, unter anderem aus den Bereichen: Psychoonkologie, Sexualberatung, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Pflege, Sozialdienst, oder Seelsorge.
Team Tumoren männlicher Organe

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8952 Schlieren
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