Operative Therapie

Ab einem BMI von 35 kg/m2 ist die bariatrische Chirurgie eine Pflichtleistung des Krankenversicherers, bei einem BMI bis 35 kg/m2 wird eine Kostengutsprache benötigt.

Unser Behandlungsangebot


Präoperative Abklärungen

Verschiedene Magenbypass-Operationen

Gastric-Sleeve-Operationen

Magenbänder

Sekundäre bariatische Operationen (Redo-Operationen)

Revisionseingriffe

Postoperative Nachkontrollen über mindestens 5 Jahre

Präoperative Abklärungen


Bei einer Zuweisung der Patientin oder des Patienten in unsere Spezialsprechstunde durch den behandelnden Hausarzt erfolgt im Rahmen der Erstkonsultation eine detaillierte Anamneseerhebung des Gewichtsverlaufes mit Abnehmversuchen und Ernährungsgewohnheiten. Ebenfalls werden in der Familienanamnese mögliche Hinweise für eine genetische Belastung erarbeitet.

Des Weiteren werden im Rahmen der Erstkonsultation sekundäre Ursachen der Adipositas evaluiert (z.B. Schilddrüsen- oder Nebennieren-Erkrankungen) sowie sich abzeichnende mögliche Komorbiditäten (Begleiterkrankungen wie z.b. Diabetes mellitus Typ 2). Falls der Patient sich für eine bariatrische Operation qualifiziert (BMI über 35 kg/m2, erfolglose Diätmassnahmen während mehr als zwei Jahren) werden die präoperativen Abklärungen angemeldet. Diese beinhalten eine laborchemische Untersuchung, eine gastroenterologische, pneumologische, radiologische sowie kardiologische Beurteilung und ein psychiatrisches Konsilium. Ebenfalls finden mit der Ernährungsberatung präoperativ regelmässige Konsultationen zur Anpassung der Ernährung statt. Nach Abschluss der multidisziplinären Abklärungen findet in der chirurgischen Sprechstunde die Auswahl der Operationstechnik statt. Faktoren die diesen Entscheid beeinflussen sind:

BMI

Alter

Geschlecht

Körperfettverteilung

Vorliegen von Diabetes mellitus oder Dyslipidämie

Gastroösophageale Refluxkrankheit

Voroperationen

Essverhalten

Begleitende psychische Vorerkrankungen

Berufliche Tätigkeit

Kurz vor der Operation findet eine anästhesiologische Beurteilung der Patientinnen und Patienten statt.

Informationen für Zuweiser

Unter folgendem Link finden Sie alle Informationen für Zuweiser und Ärzte

Operationstechniken


Magenbypass-Operationen

Das Prinzip besteht in der Verkleinerung des Magens und einer Teil-Umgehung des Dünndarms (Bypass). Magenbypass-Operationen werden in den verschiedensten Varianten durchgeführt und sind heute weltweit die häufigsten Eingriffe im Zusammenhang mit Gewichtsreduktionen.

Fünf bis zehn Jahre nach Durchführung können die Patienten eine bleibende Gewichtsreduktion von 65 - 70 % ihres Übergewichts erwarten. Zudem verbessern sich die Komorbiditäten markant, insbesondere der Diabetes mellitus Typ 2.

Nach einer interdisziplinärer Begutachtung der Patientin oder des Patienten hinsichtlich präoperativem Gewicht, Komorbiditäten, Essverhalten sowie der zu erwartenden Compliance entscheiden wir, welcher Bypass sich im jeweiligen Fall am Besten eignet.

Folgende Magenbypass-Operationen führen wir durch:

Proximaler Magenbypass

Der proximale Magenbypass ist unser Standard-Bypass. Die alimentäre Schlinge misst 150, der biliopankreatische Schenkel 50 Zentimeter, der common channel ist sehr lang.

Distaler Magenbypass

Der distale Magenbypass ist ein malabsorptiver Eingriff und bleibt bestimmten Indikationen vorbehalten. Die alimentäre Schlinge ist sehr lang, der biliopankreatische Schenkel misst 50, der common channel 100 Zentimeter.

Metabolischer Magenbypass

Den metabolischen Magenbypass führen wir bevorzugt beim metabolischen Syndrom durch. Die alimentäre Schlinge misst 100 bis 150, der biliopankreatische Schenkel 150 Zentimeter.

Omega Magenbypass

Der Omega-Magenbypass weist im Gegensatz zu den vorher erwähnten Y-Magenbypässen nur eine Anastamose zwischen Magen und Dünndarm auf. Auf eine Fusspunkt-Anastomose wird verzichtet.

Es handelt sich um eine junge Operationsmethode, die Resultate sind sehr vielversprechend . Aktuell führen wir eine Studie durch, welche den proximalen Magenbypass und den Omega-Magenbypass hinsichtlich Gewichtsreduktion und Lebensqualität vergleicht .

Biliopankreatische Diversion

Bei der biliopankreatischen Diversion wird zusätzlich zur Magenbypass-Operation ein Teil des Magens entfernt. Die alimentäre Schlinge misst 150, der common channel 150 Zentimeter. Der lange Rest des Dünndarms ist im biliopankreatischen Schenkel ausgeschaltet. Die biliopankreatische Diversion ist ein hoch malabsorptiver Eingriff und bleibt nur ganz speziellen Indikationen vorbehalten.

Sämtliche Magenbypass-Operationen sind reversible operative Eingriffe, das heisst, sie können jederzeit rückgängig gemacht werden.


Gastric-Sleeve-Operationen

Bei Gastric-Sleeve-Operationen entfernen wir einen grossen Teil des Magens. Der durchschnittliche Gewichtsverlust nach fünf bis zehn Jahren beträgt zirka 50 - 60 % des Übergewichts. Die Indikation zur Gastric-Sleeve-Operation wird nach einer interdisziplinärer Begutachtung des Patienten gestellt.


Magenbänder

Beim Magenband wird ein verstellbarer Ring um den Magen platziert, welcher mittels eines Portsystems, das unter die Haut implantiert wird, enger oder weiter gestellt werden kann. Der durchschnittliche Gewichtsverlust nach fünf bis zehn Jahren beträgt 40 - 50 % des Übergewichts.


Sekundäre bariatrische Operationen (Redo- und Revisions-Operationen)

Sekundäre bariatrische Operationen sind bei gut 20 % aller operierten Patienten im Langzeitverlauf notwendig. Einerseits aufgrund möglicher Komplikationen, welche im Langzeitverlauf nach bariatrischen Operationen auftreten können, andererseits auch aufgrund der Tatsache, dass Patienten nach primär bariatrischen Operationen in gut 10 - 15 % der Fälle wieder substantiell an Gewicht zulegen. In diesen Fällen kann eine weitere bariatrische Operation sinnvoll sein, um die Gewichtszunahme zu stoppen, respektive um eine weitere Gewichtsreduktion zu erzielen.

Wir haben uns auf Redo- und Revisions-Operationen spezialisiert und bieten die verschiedensten operativen Redo-Techniken an:

Verkleinerungen des proximalen Magenpouches nach Magenbypass-Operationen

(Sleeve-)Einengungen der Gastroenterostomie nach Magenbypass-Operationen

Distalisierungen der Fusspunktanastomose nach Magenbypass-Operationen

Proximalisierung der Fusspunktanastomose nach Magenbypass-Operationen

Magenband oder Ring- Implantationen um den Magenpouch nach Magenbypass-Operationen

Umwandlungen des Sleeves in einen Magenbypass

Re-Sleeve nach primären Gastric-Sleeve-Operationen

Entfernungen von Magenbändern und Neuplatzierungen

Umwandeln von Magenband-Operationen in Magenbypass- oder oder Gastric-Sleeve-Operationen

Umwandeln von OMEGA-Magenbypässen in Y-Magenbypässe

Reoperationen bei chronischen Ulkusleiden (Magengeschwüren) und Gastro-Enterostomie.

Verschluss und Kontrolle der Mesolücken bei Zustand nach Magenbypass-Operationen bei chronischen Bauchschmerzen

Neuanlagen der Fusspunktanastomose nach Magenbypass-Operationen bei chronischen Bauchschmerzen

In seltenen Fällen besteht die Indikation, einen Magenbypass rückgängig zu machen.  Wir verfügen auch diesbezüglich über die entsprechenden operativen Qualifikationen und Erfahrungen.

Postoperative Abklärungen


Nach bariatrischen Operationen sind regelmässige und lebenslange Nachkontrollen notwendig, um Mangelzustände zu verhindern, sowohl in der Phase der raschen Gewichtsabnahme, als auch in der Stabilisationsphase (Proteine, Vitamine, Mineralien). Dabei halten wir uns streng an die SMOB Richtlinien:

Zwei Wochen postoperativ erfolgt eine Konsultation bei der Ernährungsberatung.

Sechs Wochen postoperativ erfolgt eine Konsultation in der chirurgischen Sprechstunde der Bariatrie.

Drei Monate postoperativ erfolgt bei Ihrem Hausarzt die erste laborchemische Kontrolle nach unserem Laborschema. Die Besprechung der Laborwerte findet in der Ernährungsberatung statt.

Sechs Monate postoperativ erfolgt die erste laborchemische Untersuchung in der bariatrischen Sprechstunde sowie eine Kontrolle in der Sprechstunde. Es erfolgt die Anmeldung für ein Ultraschall des Abdomens mit der Suche nach Gallensteinen.

Sieben Monate postoperativ erfolgt eine erneute Kontrolle in der Ernährungsberatung, mit Besprechung der abgenommenen Laborwerte.

Neun Monate postoperativ erfolgt eine weitere laborchemische Kontrolle beim Hausarzt.

Zehn Monate postoperativ erfolgt eine Besprechung der Laborwerte in der Ernährungsberatung.

12 Monate postoperativ erfolgt eine Kontrolluntersuchung in der bariatrischen Sprechstunde, mit laborchemischer Kontrolle sowie Besprechung der Ultraschall-Befunde des Abdomens.

13 Monate postoperativ erfolgt eine weitere Kontrolle in der Ernährungsberatung bei uns im Haus.

18 Monate postoperativ erfolgt eine erneute Kontrolle in der bariatrischen Sprechstunde.

24 Monate postoperativ findet die klinische Kontrolle in der bariatrischen Sprechstunde, inklusive Labor, Gastroskopie und Gastrografinschluck (eventuell Ernährungsberatung) statt.

Danach erfolgen jährliche klinische  und laborchemische Kontrollen in der Bariatrie.

36 Monate postoperativ erfolgt eine klinische Kontrolle beim Chirurgen.

Bei problemlosen Nachkontrollen und je nach Fall wird nach fünf Jahren die weitere Betreuung von Ihrem Hausarzt übernommen. Bei Patientinnen mit Magenbypass-Operationen wird die postoperative Nachsorge lebenslang empfohlen.

Die Patientinnen und Patienten können sich bei der Schweizerischen Adipositas Patientenstiftung (SAPS) jederzeit über aktuelle Themen sowie Selbsthilfegruppen informieren.

Häufige Fragen

  • Wie verläuft die Behandlung vor der Operation?
  • Wie verläuft die Behandlung vor der Operation?

    Bei einer Zuweisung der Patientin oder des Patienten in unsere Spezialsprechstunde durch den behandelnden Hausarzt erfolgt im Rahmen der Erstkonsultation eine detaillierte Anamneseerhebung des Gewichtsverlaufes mit Abnehmversuchen und Ernährungsgewohnheiten. Ebenfalls werden in der Familienanamnese mögliche Hinweise für eine genetische Belastung erarbeitet.

    Des Weiteren werden im Rahmen der Erstkonsultation sekundäre Ursachen der Adipositas evaluiert (z.B. Schilddrüsen- oder Nebennieren-Erkrankungen) sowie sich abzeichnende mögliche Komorbiditäten (Begleiterkrankungen wie z.b. Diabetes mellitus Typ 2). Falls der Patient sich für eine bariatrische Operation qualifiziert (BMI über 35 kg/m2, erfolglose Diätmassnahmen während mehr als zwei Jahren) werden die präoperativen Abklärungen angemeldet. Diese beinhalten eine laborchemische Untersuchung, eine gastroenterologische, pneumologische, radiologische sowie kardiologische Beurteilung und ein psychiatrisches Konsilium. Ebenfalls finden mit der Ernährungsberatung präoperativ regelmässige Konsultationen zur Anpassung der Ernährung statt. Nach Abschluss der multidisziplinären Abklärungen findet in der chirurgischen Sprechstunde die Auswahl der Operationstechnik statt. Faktoren die diesen Entscheid beeinflussen sind:

    BMI

    Alter

    Geschlecht

    Körperfettverteilung

    Vorliegen von Diabetes mellitus oder Dyslipidämie

    Gastroösophageale Refluxkrankheit

    Voroperationen

    Essverhalten

    Begleitende psychiatrische Vorerkrankungen

    Berufliche Tätigkeit

    Kurz vor der Operation findet eine anästhesiologische Beurteilung der Patientinnen und Patienten statt.

  • Werde ich von einem Roboter operiert?
  • Werde ich von einem Roboter operiert?

    Die so genannte Roboterchirurgie hat in diversen Gebieten der Chirurgie und Urologie zahlreiche Vorteile. In der Adipositaschirurgie konnte die Roboterchirurgie sich bis anhin nicht durchsetzen. Sie bietet den Patientinnen und Patienten zurzeit keinen zusätzlichen Nutzen: Die Bauchschnitte sind gleich gross wie bei der konventionellen Laparoskopie und ein geübter Operateur ist mit der genannten Methode wesentlich schneller als mittels Roboterchirurgie. Bis anhin durchgeführte Studien zeigen, dass unter Anwendung der Roboterchirurgie weder mehr noch weniger Komplikationen auftreten. Im Grunde werden Sie auch bei der Roboterchirurgie vom Chirurgen operiert. Der Unterschied besteht darin, dass dieser nicht direkt am Operationstisch steht, sondern an einer Konsole sitzend die Instrumente via Joystick bewegt.

    Mit dem Fortschreiten der technologischen Entwicklung bleibt abzuwarten, ob die Roboterchirurgie Vorteile für die Patientenschaft mit sich bringt.

  • Wie verläuft die Behandlung nach der Operation?
  • Wie verläuft die Behandlung nach der Operation?

    Nach bariatrischen Operationen sind regelmässige und lebenslange Nachkontrollen notwendig, um Mangelzustände zu verhindern, sowohl in der Phase der raschen Gewichtsabnahme, als auch in der Stabilisationsphase (Proteine, Vitamine, Mineralien). Dabei halten wir uns streng an die SMOB Richtlinien:

    Zwei Wochen postoperativ erfolgt eine Konsultation bei der Ernährungsberatung.

    Sechs Wochen postoperativ erfolgt eine Konsultation in der chirurgischen Sprechstunde der Bariatrie.

    Drei Monate postoperativ erfolgt bei Ihrem Hausarzt die erste laborchemische Kontrolle nach unserem Laborschema. Die Besprechung der Laborwerte findet in der Ernährungsberatung statt.

    Sechs Monate postoperativ erfolgt die erste laborchemische Untersuchung in der bariatrischen Sprechstunde sowie eine Kontrolle in der Sprechstunde. Es erfolgt die Anmeldung für ein Ultraschall des Abdomens mit der Suche nach Gallensteinen.

    Sieben Monate postoperativ erfolgt eine erneute Kontrolle in der Ernährungsberatung, mit Besprechung der abgenommenen Laborwerte.

    Neun Monate postoperativ erfolgt eine weitere laborchemische Kontrolle beim Hausarzt.

    Zehn Monate postoperativ erfolgt eine Besprechung der Laborwerte in der Ernährungsberatung.

    12 Monate postoperativ erfolgt eine Kontrolluntersuchung in der bariatrischen Sprechstunde, mit laborchemischer Kontrolle sowie Besprechung der Ultraschall-Befunde des Abdomens.

    13 Monate postoperativ erfolgt eine weitere Kontrolle in der Ernährungsberatung bei uns im Haus.

    18 Monate postoperativ erfolgt eine erneute Kontrolle in der bariatrischen Sprechstunde.

    24 Monate postoperativ findet die klinische Kontrolle in der bariatrischen Sprechstunde, inklusive Labor, Gastroskopie und Gastrografinschluck (eventuell Ernährungsberatung) statt.

    Danach erfolgen jährliche klinische  und laborchemische Kontrollen in der Bariatrie.

    36 Monate postoperativ erfolgt eine klinische Kontrolle beim Chirurgen.

    Bei problemlosen Nachkontrollen und je nach Fall wird nach fünf Jahren die weitere Betreuung von Ihrem Hausarzt übernommen. Bei Patientinnen mit Magenbypass-Operationen wird die postoperative Nachsorge lebenslang empfohlen.

    Die Patientinnen und Patienten können sich bei der Schweizerischen Adipositas Patientenstiftung (SAPS) jederzeit über aktuelle Themen sowie Selbsthilfegruppen informieren.

  • Wie esse ich nach einer Operation richtig?
  • Wie esse ich nach einer Operation richtig?

    Unterschiedliche Operationstechniken haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Essverhalten. Im Grunde kommt es postoperativ zu einer deutlichen Verschiebung der Hunger- und Sättigungshormon-Werte: Zusätzlich zur restriktiven Wirkung des bariatrischen Eingriff mit deutlicher quantitativer Abnahme der Nahrungsmittelzufuhr, findet auch eine Veränderung der Präferenzen für Nahrungsmittel stat. Aufgrund dessen bevorzugen Patientinnen und Patienten postoperativ „gesunde Lebensmittel“. Gemeinsam mit der Ernährungsberatung bereiten wir Sie auf die postoperative Umstellung der Ernährung optimal vor. Folgende drei Regeln sind in diesem Rahmen immer zu befolgen.

    Kleine Bissen – gut kauen

    Trinken vor oder eine Stunde nach dem Essen, nicht gleichzeitig mit dem Essen

    Vermeiden von faserreichen Lebensmitteln

    Ebenfalls erhalten die Patientinnen und Patienten ein Ernährungsprotokoll, welches postoperativ vom ersten Tag bis zur 24. Woche eingehalten werden soll, damit keine Komplikationen auftreten. Dieses Hilfsmittel unterstützt Sie dabei, möglichst schnell herauszufinden, welche Lebensmittel Sie am besten vertragen. Dank der regelmässigen Kontrollen in der Ernährungsberatung sowie der bariatrischen Sprechstunde, erfolgt eine schnelle Adaption hin zum optimalen postoperativen Essverhalten. Komplikationen treten äusserst selten auf.

  • Nach meiner Bypass-OP habe ich Durchfall. Was kann ich dagegen tun?
  • Nach meiner Bypass-OP habe ich Durchfall. Was kann ich dagegen tun?

    Nach distalen VVLL Magenbypass-Operationen verändert sich der Stuhlgang in den meisten Fällen. Diese Veränderungen sind individuell und sehr verschieden. Übelriechende Stuhlgänge entstehen vor allem, wenn mit dem Stuhlgang unverdautes Fett ausgeschieden wird. Sie können dies verhindern, indem Sie fetthaltige Nahrung (Fondue, Raclette, Cordon bleu, Pommes-Chips, Hamburger etc.) nur im Mass zu sich nehmen.

    Falls Sie unter chronischen Durchfall leiden, melden Sie sich bitte in unserer bariatrischen Sprechstunde.

  • Ich habe vor Wochen bzw. Monaten einen Magenbypass erhalten und kann seither immer schlechter essen. Woran liegt das?
  • Ich habe vor Wochen bzw. Monaten einen Magenbypass erhalten und kann seither immer schlechter essen. Woran liegt das?

    Falls Sie sofort nach Nahrungsaufnahme wieder erbrechen müssen und dieses Problem erst einige Wochen nach der Operation neu aufgetreten ist, kann es sein, dass die Verbindung zwischen Magen und Dünndarm (Gastroenterostomie) zu eng vernarbt ist. Bitte melden Sie sich in unserer Sprechstunde am Spital Limmattal, damit wir die Ursache abklären können. Eine Verengung der "Gastroenterostomie" lässt sich im Rahmen einer ambulanten Magenspiegelung mit einem Balloon erfolgreich aufdehnen.

  • Ich habe nach meiner bariatrischen Operation immer wieder Bauchschmerzen. Was kann ich dagegen tun?
  • Ich habe nach meiner bariatrischen Operation immer wieder Bauchschmerzen. Was kann ich dagegen tun?

    Leichte Bauchschmerzen treten nach bariatrischen Operationen häufig auf. Die Ursachen sind vielfältig und meistens harmlos. Oft ist ein Diätfehler dafür verantwortlich.

    Falls Sie an Oberbauchkoliken (vor allem im rechten Oberbauch) leiden, können Gallensteine eine mögliche Ursache dafür sein. Bei plötzlichen, sehr starken und diffusen Bauchschmerzen empfehlen wir eine sofortige stationäre Abklärung der Ursache auf unserem Notfall. Die Ursache können Verdrehungen der Darmschlingen oder innere Hernien sein.

  • Was kann ich gegen postoperativen Haarausfall tun?
  • Was kann ich gegen postoperativen Haarausfall tun?

    In den ersten sechs postoperativen Monaten befindet sich Ihr Körper in einer ausgeprägten katabolen Stoffwechsellage, sodass es zu einer Unterversorgung von Vitaminen und Mineralstoffen kommen kann. Diese kann den vermehrten Haarausfall verursachen. In dieser Phase sind vor allem die Vitamine (insbesondere die Vitamin B12, B6, B2, C, D, E) sowie die Mineralstoffe Zink, Selen und Kalzium im Blut zu kontrollieren. Ebenfalls muss eine Unterversorgung an Eiweiss ausgeschlossen werden, um dem verstärkten Haarausfall entgegen zu wirken. In der Spezialsprechstunde nehmen wir eine gemeinsame Einschätzung Ihrer individuellen Esssituation vor und behandeln den entsprechenden Mangel effizient und nachhaltig.

  • Welche Verhütungsmethode wird nach einer bariatrischen Operation empfohlen?
  • Welche Verhütungsmethode wird nach einer bariatrischen Operation empfohlen?

    Da nach der Durchführung einer bariatrischen Operation von einer Schwangerschaft in den ersten zwölf postoperativen  Monaten abgeraten wird, ist es äusserst wichtig, dass Sie anhand der bevorzugten Operationstechnik bereits präoperativ die richtige Verhütungsmethode finden. Diese werden wir in Zusammenarbeit mit den behandelnden Gynäkologen für jede Patientin individuell festlegen. In erster Linie gilt , dass Patientinnen, die einen Gastric-Sleeve erhalten haben, weiterhin mit der Antibabypille verhüten können. Patientinnen hingegen, die eine Magenbypass-Operation erhalten haben, müssen zusätzlich zur Antibabypille eine mechanische Komponente (zum Beispiel Kondom) anwenden - oder es muss mit den behandelnden Gynäkologen eine Verhütungsmethode besprochen werden, welche den Gastrointestinal-Trakt umgeht.

  • Kann ich nach einem bariatrischen Eingriff schwanger werden? Besteht nach Adipositaschirurgie ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko?
  • Kann ich nach einem bariatrischen Eingriff schwanger werden? Besteht nach Adipositaschirurgie ein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko?

    Sie können nach einem adipositaschirurgischen Eingriff problemlos schwanger werden. Wir empfehlen jedoch, nach dem Eingriff zwölf Monate zu warten. Insbesondere während der Schwangerschaft ist es wichtig, dass Sie Ihre Vitamin- und Ernährungswerte im Blut regelmässig bei uns kontrollieren lassen. Studien zeigen, dass das "Schwangerschaftsrisiko" bei einer Adipositas (BMI > 40 kg/m2) grösser ist als nach einer Magenbypass-Operation. Wir raten Ihnen deshalb, vor einer geplanten Schwangerschaft einen geplanten bariatrischen Eingriff durchführen zu lassen.

  • Was tun, falls ich nach einer Operation wieder an Gewicht zunehme?
  • Was tun, falls ich nach einer Operation wieder an Gewicht zunehme?

    Eine leichte Gewichtszunahme zwei bis vier Jahre nach einer bariatrischen Operation ist normal.

    Eine schwerere Gewichtszunahme muss allerdings zwingend abgeklärt werden. Es gibt viele mögliche Gründe. Unser interdisziplinäres Team wird die nötigen Abklärungen einleiten und Sie über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten aufklären.

Kontakt

Sekretariat Adipositaszentrum Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

+41 44 733 22 17

Telefonische Erreichbarkeit
Montag - Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt

Kontakt

Spital Limmattal
Urdorferstrasse 100
CH-8952 Schlieren

+41 44 733 11 11

Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.
Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.

Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden.

Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.

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Notfall-Nummern

Notruf Rettungsdienst

144

Vergiftungszentrale

145

Ärztlicher Notfalldienst Ärztefon

0800 33 66 55

Zahnärztlicher Notfalldienst Stadt Zürich

0844 400 400

Medizinisches Beratungstelefon Spital Limmattal*

0900 733 144

*kostenpflichtig

Bitte melden Sie sich bei Ankunft im Notfall und nehmen Sie folgende Unterlagen mit:

Gültiger Versicherungsausweis
Falls kein gültiger Versicherungsausweis vorgelegt werden kann oder bei Patientinnen und Patienten aus dem Ausland ohne Versicherungsformular E911, kann ein Depot verlangt werden (die Höhe des Depots ist abhängig von den anfallenden Behandlungskosten).

Ihre medizinischen Unterlagen beziehungsweise Angaben über Medikamente, die Sie allenfalls regelmässig nehmen oder bereits eingenommen haben.