Konservative Therapie

Bei Übergewicht mit einem BMI bis 35 kg/m2 empfehlen wir in den meisten Fällen eine konservative Behandlungsmethode, falls nötig in Ergänzung mit Medikamenten.

Unser Behandlungsangebot


Bestimmung der Körperzusammensetzung und persönliche Stoffwechselanalyse

Ernährungstherapie

Bewegungstherapie

Verhaltenstherapie

Medikamentöse Therapie

Im Rahmen einer konservativen Behandlung arbeiten wir mit dem Patientinnen und Patienten an einer Veränderung ihres Lebensstils. Dazu gehören die Umstellung der Ernährung, vermehrte körperliche Aktivitäten und eine allfällige psychologische Beratung. Auf extreme Diäten sollte verzichtet und stattdessen auf einen ausgewogenen Ernährungsstil geachtet werden.


Bestimmung der Körperzusammensetzung und persönliche Stoffwechselanalyse

Der gewünschte Therapieeffekt im Rahmen einer Gewichtsreduktion ist die Veränderung der Körperzusammensetzung. Wir wählen therapeutische Methoden aus, die das viszerale Fett vermindern und den Eiweissverlust durch eine hypoenergetische Ernährung möglichst gering halten. Dafür bieten wir folgende apparative Messungen an:

Bioelektrische Impedanzanalyse BIA (mit BIA Corpus RX 4004M)

Die bioelektrische Impedanzanalyse misst die Körperzusammensetzung. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Erfolg der Gewichtsreduktion einfach nachvollziehen.

Grundumsatzmessung (mit Fitmate PRO)

Mit dem Fitmate PRO ermitteln wir den Grundumsatz der Kalorien und erstellen auf Basis der Energiebilanz einen persönlichen Ernährungsplan.


Ernährungstherapie

Eine Gewichtsabnahme ist mit jeder Kostform, die zu einem Energiedefizit führt, möglich. Dieses ist mit verschiedenen ernährungsmedizinischen Prinzipien realisierbar:

Fettarme, kohlenhydratreiche Kost

Kohlenhydratarme, fett- und proteinreiche Kost ("Low-Carb-Diät")

Proteinreiche, fett- und kohlenhydratarme Kost

Kost mit geringer Energiedichte

Kost mit niedrigem glykämischem Index (GI)


Bewegungstherapie

Eine Negativierung der Energiebilanz lässt sich nicht ausschliesslich durch eine Einschränkung der Energiezufuhr, sondern überdies durch eine Steigerung des Energieverbrauchs erreichen. Unter Berücksichtigung der Komorbiditäten, der Belastungsintensität sowie der persönlichen sportlichen Vorlieben erstellen wir für unsere Patientinnen und Patienten ein individuelles Behandlungskonzept.

Zum Beispiel:
Körperliche aerobe kardio-vaskuläre Aktivität, drei Mal pro Woche, jeweils 30 - 60 Minuten.


Verhaltenstherapie

Im Rahmen der konservativen Behandlungsformen sehen sich adipöse Patientinnen und Patienten mit der Anpassung von Verhaltensweisen konfrontiert, welche sie über viele Jahre verinnerlicht haben. Ein besonderes Augenmerk legen wir daher auf das Bereitstellen geeigneter Methoden, mit Hilfe derer es ihnen leichter fällt die neuen Verhaltensweisen auszuprobieren und langfristig zu etablieren. Folgende Elemente der Verhaltensmodifikation stehen dabei im Vordergrund:

Selbstbeobachtung

Selbstbewertung

Selbstkontrolle

Bewältigungsstrategien

Motivationsstärkung

Kognitive Umstrukturierung

Stimulus-Kontrolle

Flexible Esskontrolle

Selbstmanagement

Rückfallprophylaxe

Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten entscheiden wir von Fall zu Fall, ob eine Verhaltenstherapie im Kompetenzzentrum für Ernährungspsychologie angezeigt ist oder bei einem ausgewählten Psychotherapeuten stattfinden soll.


Medikamentöse Therapie

Grundsätzlich lässt sich pharmakologisch die Energieaufnahme hemmen oder der Energieverbrauch stimulieren. Manche Pharmaka bewirken beides. Nach Erhebung des Ess-Typs sowie allfälliger Vorerkrankungen ermitteln wir die passende medikamentöse Unterstützung zur Gewichtsreduktion. Folgende antiadipöse Medikamente kommen dabei zur Anwendung:

Liraglutide

Führen über eine Verminderung des Hungergefühls und der Energieaufnahme zu einer umfassenden Abnahme des Körpergewichtes und der Körperfettmasse.

Fluoxetin

Die Hemmung der Wiederaufnahme des Serotonins an den präsynaptischen Neuronen führt mittels Appetithemmung und Reduktion der süssen Gelüste zu einer Reduktion der Energieaufnahme.

Metformin (Klasse der Biguanide)

Neben seiner Wirkung auf die Gluconeogenese, die Hyperinsulinämie und die Insulinresistenz hat es zusätzliche Effekte auf die intestinale Glucoseabsorbtion. Es wir zur Stabilisierung des Körpergewichts angewendet oder führt zu einer moderaten Gewichtsabnahme.

Informationen für Zuweiser

Unter folgendem Link finden Sie alle Informationen für Zuweiser und Ärzte

Häufige Fragen

  • Wie verläuft eine konservative Behandlung?
  • Wie verläuft eine konservative Behandlung?

    Die konservative, nicht operative Behandlung der Adipositas ist bereits bei einem BMI ab 25 kg/m2 indiziert - bei abdominaler Fettverteilung. Für alle Patientinnen und Patienten wird im Rahmen der Erstkonsultation eine individuelle multifaktorielle Therapie zur Gewichtsreduktion ausgearbeitet. Diese beinhaltet:

    Ernährungstherapie mit Etablierung einer energiereduzierten Kostform

    Ernährungsberatung

    Steigerung der körperlichen Aktivität durch Etablierung einer Bewegungstherapie

    Physiotherapie

    Etablierung einer Verhaltenstherapie, vor allem bei spezifischen Essstörungen (Binge Eating Disorder)

    Psychotherapie - Ernährungspsychologie

    Gegebenenfalls Einleitung einer medikamentösen Therapie zur Unterstützung der Gewichtsreduktion

    Nach Festlegung der Therapieziele erfolgen zirka alle zwei bis drei Monate regelmässige Konsultationen in der Adipositas-Sprechstunde. Diese dienen zur Erfassung der Gewichtsreduktion und der Veränderung der Körperzusammensetzung, zum Beispiel mittels bioelektrischer Impedanzmessung (BIA). Im konservativen Therapiemodell ist eine Gewichtserhaltung sehr wichtig, sodass eine langfristige Behandlung der Patientinnen und Patienten notwendig ist.

  • Warum Ernährungsberatung?
  • Warum Ernährungsberatung?

    In der Theorie sind die Massnahmen für eine Gewichtsabnahme mittels einer Diät relativ einfach zu erklären. Die Realität gestaltet sich aber oftmals schwieriger. Damit die Umsetzung dennoch gelingt,  bietet die Ernährungsberatung im Spital Limmattal unter anderem Beratungen zum Thema Übergewicht an.

    Das Ziel besteht darin, das Körpergewicht zu reduzieren und langfristig zu stabilisieren. Dies wollen wir mit einer patientenzentrierten und langfristigen Betreuung durch die Ernährungsberatung erreichen.

    Dabei ist es wichtig, dass die Lebensgewohnheiten der Patientinnen und Patienten, wie zum Beispiel Ess- und Trinkgewohnheiten, Erfahrungen mit früheren Abnehmversuchen, Bewegungsverhalten und Stressmanagement, besprochen werden. Dies ermöglicht den Ernährungsberaterinnen gemeinsam mit Ihnen Strategien zu entwickeln, um Ihre Ziele zu erreichen.

    Ein weiteres Tätigkeitsgebiet der Ernährungsberatung besteht in der Betreuung und Begleitung von Patientinnen und Patienten, welche sich für eine bariatrische Operation entscheiden.

    Im Vorfeld findet eine vollumfängliche Aufklärung statt, wie sich der Eingriff auf die Essgewohnheiten auswirken wird und auf welche ernährungsspezifischen Anpassungen besonders Wert gelegt werden muss.

    Zusätzlich muss vier Wochen vor der Operation eine spezielle Diät durchgeführt werden. Die entsprechende Instruktion findet ebenfalls durch die Ernährungsberatung statt. Ziel ist eine Verringerung der Grösse der Leber verringert, damit ein komplikationsarmes operieren möglich wird.

    Nach der Operation ist es wichtig, ungewohnte Erfahrungen in der Beratung zu besprechen. Appetitmangel, vermindertes Durstgefühl und Müdigkeit können in den ersten Wochen nach bariatrischen Operationen ausgeprägt sein. Bei diesen Schwierigkeiten beraten und begleiten wir Sie. Um eine ausreichende Versorgung der Nährstoffzufuhr sicherzustellen und um möglichen Schwierigkeiten im Verlauf vorzubeugen, findet die Betreuung durch die Ernährungsberatung nach dem bariatrischen Eingriff regelmässig statt.

  • Ist Bewegung wichtig?
  • Ist Bewegung wichtig?

    Eine gesunde Ernährung dient als Grundlage für Ihr Normalgewicht. Daneben spielt die Bewegung eine ebenso wichtige Rolle.

    Nach der Operation werden Sie von der Physiotherapie über das spitaleigene LIMMImove-Training informiert, das zirka drei Wochen nach der Operation ambulant gestartet werden kann.

    Nach der Operation ist Kraft- und Ausdauertraining wichtig. Bei der Gewichtsreduktion wird Fett wie auch Muskulatur abgebaut. Mit dem Training unterstützen Sie einerseits die Gewichtsreduktion und den Kreislauf, andererseits wirken Sie mit Krafttraining dem Muskelabbau entgegen.

    Bei Bedarf werden zudem weitere Aspekte, wie zum Beispiel die Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichts, miteinbezogen.

    Die Physiotherapie stellt mit Ihnen während drei bis vier Terminen ein individuelles Programm zusammen. Um den erwünschten Effekt zu erzielen, ist ein regelmässig durchgeführtes Training von mindestens zwei Einheiten pro Woche angezeigt und wichtig.

  • Gibt es ein Medikament gegen Adipositas?
  • Gibt es ein Medikament gegen Adipositas?

    Da es sich bei der Adipositas um eine sehr komplexe Erkrankung handelt, wird eine medikamentöse Therapie erst nach Evaluation der Vorerkrankungen und des Ess-Typs sowie ergänzend zur kalorienreduzierten Ernährung und verstärkten körperlichen Aktivität eingesetzt. Die medikamentöse Therapie muss in der Spezialsprechstunde an den spezifischen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ausgerichtet werden.

    DAS Medikament gegen Adipositas gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Kontakt

Sekretariat Adipositaszentrum Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

+41 44 733 22 17

Telefonische Erreichbarkeiten:
Montag - Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr

Anfahrt

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Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.
Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.

Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden.

Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.

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Notfall-Nummern

Notruf Rettungsdienst

144

Vergiftungszentrale

145

Ärztlicher Notfalldienst Ärztefon

0800 33 66 55

Zahnärztlicher Notfalldienst Stadt Zürich

0844 400 400

Medizinisches Beratungstelefon Spital Limmattal*

0900 733 144

*kostenpflichtig

Bitte melden Sie sich bei Ankunft im Notfall und nehmen Sie folgende Unterlagen mit:

Gültiger Versicherungsausweis
Falls kein gültiger Versicherungsausweis vorgelegt werden kann oder bei Patientinnen und Patienten aus dem Ausland ohne Versicherungsformular E911, kann ein Depot verlangt werden (die Höhe des Depots ist abhängig von den anfallenden Behandlungskosten).

Ihre medizinischen Unterlagen bezeihungsweise Angaben über Medikamente, die Sie allenfalls regelmässig nehmen oder bereits eingenommen haben.