Adipositas

Übergewicht und Adipositas sind globale Zivilisationskrankheiten, die etliche Folgebeschwerden nach sich ziehen können. Unser interdisziplinäres Experten-Team setzt sich mit einem ganzheitlichen Behandlungskonzept für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden ein.

Übergewicht und Adipositas sind globale Zivilisationskrankheiten, wobei Übergewicht oft nicht das alleinige Krankheitsbild darstellt: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, psychische Beschwerden oder Tumorerkrankungen, wie zum Beispiel Kolon- oder Mammakarzinome, sind häufige Folgebeschwerden.

Für die Einstufung der Schwere der Krankheit ausschlaggebend ist der sogenannte Body Mass Index BMI, welcher aus Körpergewicht und Körpergrösse berechnet wird. Der Normwert liegt zwischen 20 und 25 kg/m2 .

Gemäss Angaben des Bundesamts für Gesundheit ist die Zahl der Übergewichtigen in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mittlerweile sind mehr als 40 Prozent der Bevölkerung übergewichtig oder adipös, mehr als zehn Prozent weisen einen BMI >30 kg/m2 auf.

Die direkten und indirekten Kosten von Übergewicht und Adipositas belaufen sich auf acht Milliarden Franken pro Jahr. Davon entfallen nur rund 77 Millionen Franken auf die Behandlung der beiden Krankheiten.

Informationen für Zuweiser

Unter folgendem Link finden Sie alle Informationen für Zuweiser und Ärzte

Unser Behandlungsangebot


Operative Therapien

Präoperative Abklärungen

Verschiedene Magenbypass-Operationen

Gastric-Sleeve-Operationen

Magenbänder

Sekundäre bariatische Operationen (Redo-Operationen)

Revisionseingriffe

Postoperative Nachkontrollen über mindestens 5 Jahre


Konservative Therapien

Bestimmung der Körperzusammensetzung und persönliche Stoffwechselanalyse

Ernährungstherapie

Bewegungstherapie

Verhaltenstherapie

Medikamentöse Therapie

Unser Team

Häufige Fragen

  • Spital Limmattal: Der geeignete Adipositas-Partner für mein Anliegen ?
  • Spital Limmattal: Der geeignete Adipositas-Partner für mein Anliegen ?

    Das Spital Limmattal besitzt langjährige Erfahrung und Tradition in der Adipositasbehandlung. Unser Schwerpunkt liegt sowohl in den konservativen sowie operativen Therapieformen.

    Seit dem Jahr 2000 haben wir über 2’000 bariatrischchirurgische Eingriffe durchgeführt, und jährlich werden aktuell über 500 Patientinnen und Patienten in unserem Adipositaszentrum behandelt.

    Bei Patientinnen und Patienten mit einem BMI bis 35 kg/m2 legen wir den Schwerpunkt auf die konservative Adipositasbehandlung. Diese beinhaltet eine Ernährungsumstellung, vermehrte körperlichen Aktivitäten sowie - bei spezifischen Essstörungen - eine Verhaltenstherapie.

    Ab einem BMI von 35 kg/m2 besteht die Indikation für einen bariatrisch-chirurgischen Eingriff.  Bei adipösen Patientinnen und Patienten (BMI > 30kg/m2) mit einem Diabetes mellitus Typ 2 sollte gemäss den Richtlinien der amerikanischen Gesellschaft für Endokrinologie (AACE), eine bariatrische Operation auf jeden Fall empfohlen werden. Gewisse Eingriffe führen zu einer raschen Remission des Diabetes mellitus Typ 2 lange bevor es zu einer Gewichtsreduktion kommt.

    Unter der Leitung von Dr. med. Thomas Köstler arbeiten in unserem interdisziplinären Team die verschiedensten Berufsgruppen eng zusammen. Das interdisziplinäre Adipositasteam besteht aus Fachpersonen der Inneren Medizin mit Spezialisierungen in der Ernährungsmedizin, der Chirurgie, der Ernährungsberatung, der Psychiatrie sowie Pflegefachkräften und Physiotherapeutinnen und -therapeuten. Unser auf adipöse Patientenschaft spezialisiertes Narkoseteam ermöglicht eine sichere Narkose mit sehr schneller Rekonvaleszenz, sodass Sie direkt nach der Operation aufstehen und bereits am 2. Tag nach der Operation feste Nahrung zu sich nehmen können.

    Das Spital Limmattal ist ein vom Bundesamt für Gesundheit anerkanntes Referenzspital für die operative Behandlung des Übergewichts. Wir haben den Leistungsauftrag zur Durchführung komplexer bariatrischer Operationen. Aktuell führen wir jährlich über 300 bariatrische Operationen durch.

  • Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine bariatrische Operation?
  • Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine bariatrische Operation?

    Die Voraussetzungen, damit die Krankenkassen einen solchen Eingriff übernehmen, sind folgende:

    BMI > 35 kg/m2

    zwei- beziehungsweise einjährige Diätversuche

    Zudem sollten Sie keine schwerwiegenden psychischen oder medizinischen Erkrankungen aufweisen.

  • Wie viel Gewicht kann ich nach einer bariatrischen Operation verlieren?
  • Wie viel Gewicht kann ich nach einer bariatrischen Operation verlieren?

    Jede Operationsmethode kann zu einem nachhaltigen, langfristigen Gewichtsverlust führen, muss jedoch nicht zwingend den gewünschten Erfolg bringen.

    Aus zahlreichen Studien, die sich mit unseren Zahlen und Erfahrungen decken, gibt es statistische Mittelwerte der Gewichtsabnahme für jeden einzelnen Eingriff.

    Mit dem Magenbypass verlieren Sie 65-70 % des Übergewichtes, mit dem Magenband 50-55 % und mit dem Magenschlauch 50-65 % in den ersten fünf Jahren. Dabei erfolgt die Gewichtsabnahme in der Regel innerhalb eines Jahres. Danach pendelt sich Ihr Gewicht auf einem neuen Niveau ein. Fälle von Untergewicht nach adipositaschirurgischen Operationen sind eine Rarität.

  • Sind bariatrische Operationen gefährlich? Gibt es viele Komplikationen? Oder ist es gefährlicher, übergewichtig zu bleiben?
  • Sind bariatrische Operationen gefährlich? Gibt es viele Komplikationen? Oder ist es gefährlicher, übergewichtig zu bleiben?

    Bariatrische Operationen sind in den Händen eines routinierten Operationsteams keine gefährlichen Eingriffe. Dennoch kann es, wie bei allen chirurgischen Eingriffen, zu Komplikationen kommen, die teilweise schwer verlaufen können. Dies ist allerdings höchst selten.

  • Nach dem Essen fühle ich mich sehr müde, teilweise ist mir schlecht, ich muss schwitzen und es wird mir schwarz vor den Augen.
  • Nach dem Essen fühle ich mich sehr müde, teilweise ist mir schlecht, ich muss schwitzen und es wird mir schwarz vor den Augen.

    Solche oder ähnlichen Beschwerden sind bei einem sogenannten "Dumping-Syndrom" möglich. Dieses tritt vor allem nach einem Magenbypass, Duodenal-Switch oder einer biliopankreatischen Diversion auf.

    Dabei handelt es sich um eine Störung Ihres Zuckerstoffwechsels. Diese wird häufig durch ein zu schnelles oder exzessives Konsumieren kohlehydrathaltiger Nahrung hervorgerufen. Kohlenhydrate kommen in allen Süssspeisen und Süssgetränken (Schokolade, Tiramisu, Eistee, Coca-Cola etc.) vor, zudem in Brot und Teigwaren. Falls Sie an Dumpingproblemen leiden, melden Sie sich bitte umgehend in unserer bariatrischen Sprechstunde.

  • Ich leide nach der Gewichtsabnahme an "überschüssiger" Haut. Was kann ich dagegen unternehmen?
  • Ich leide nach der Gewichtsabnahme an "überschüssiger" Haut. Was kann ich dagegen unternehmen?

    Ob Sie zu den Patienten gehören, die nach erfolgreicher Gewichtreduktion an überschüssiger Haut leiden oder nicht, lässt sich nicht vorhersagen. Leider gibt es keine präventiven Massnahmen, um die überschüssige Hautbildung zu verhindern. Die typischen Stellen der überschüssigen Haut sind Bauchgegend, Hüfte, Oberschenkel, Brüste und Arme.

    Die überschüssige Hautbildung lässt sich nur chirurgisch behandeln. Melden Sie sich dafür bitte in unserer bariatrischen Sprechstunde, damit wir die nötigen Schritte einleiten und Sie bei unseren plastischen Chirurgen anmelden können.

  • Gibt es Studien zum Thema Adipositas?
  • Gibt es Studien zum Thema Adipositas?

    Unsere Resultate publizieren wir regelmässig im Rahmen nationaler und internationaler Kongresse.

    Zurzeit führen wir eine grössere, von der Ethikkommission anerkannte Studie durch, welche zwei weltweit routinemässig durchgeführte Magenbypass-Operationstechniken – den Omega-Magenbypass und den proximalen Magenbypass – miteinander vergleicht. Beide Operationstechniken sind international anerkannt, wurden jedoch in der Schweiz noch nie direkt miteinander verglichen.

    Wir wollen ermitteln, welche Operationstechnik bei unseren Patientinnen und Patienten zu einer besseren Gewichtsabnahme und zu einer besseren Lebensqualität führt. Sie können freiwillig an der Studie teilnehmen und damit zu einer noch besseren Operationsqualität beitragen. Wir informieren Sie in unserer bariatrischen Sprechstunde gerne über die Möglichkeiten.

Kontakt

Sekretariat Adipositaszentrum Limmattal
Urdorferstrasse 100
8952 Schlieren

+41 44 733 22 17

Telefonische Erreichbarkeit
Montag - Freitag von 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt

Kontakt

Spital Limmattal
Urdorferstrasse 100
CH-8952 Schlieren

+41 44 733 11 11

Besuchszeiten
Besucher sind täglich von 13.30 bis 20.00 Uhr herzlich willkommen.
Für Eltern von Kindern und Angehörige schwerkranker Patienten gelten Ausnahmeregelungen.

Auf den Privat- und Halbprivatabteilungen können in Absprache mit dem Pflegepersonal individuelle Termine vereinbart werden.

Intensivpatienten können von ihren nächsten Angehörigen und Bezugspersonen, nach Absprache mit dem Pflegepersonal, auf der Intensivstation besucht werden.

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Notfall-Nummern

Notruf Rettungsdienst

144

Vergiftungszentrale

145

Ärztlicher Notfalldienst Ärztefon

0800 33 66 55

Zahnärztlicher Notfalldienst Stadt Zürich

0844 400 400

Medizinisches Beratungstelefon Spital Limmattal*

0900 733 144

*kostenpflichtig

Bitte melden Sie sich bei Ankunft im Notfall und nehmen Sie folgende Unterlagen mit:

Gültiger Versicherungsausweis
Falls kein gültiger Versicherungsausweis vorgelegt werden kann oder bei Patientinnen und Patienten aus dem Ausland ohne Versicherungsformular E911, kann ein Depot verlangt werden (die Höhe des Depots ist abhängig von den anfallenden Behandlungskosten).

Ihre medizinischen Unterlagen bezeihungsweise Angaben über Medikamente, die Sie allenfalls regelmässig nehmen oder bereits eingenommen haben.