Die biliopankreatische Diversion

 

Die biliopankreatische Diversion ist vom Aufbau her vergleichbar mit der Magenbypass-Operation. Im Vergleich zum Magenbypass wird bei der biliopankreatische Diversion ein grösserer Teil des Dünndarmes aus dem «Ernährungsschenkel» ausgeschaltet.

Der Effekt der Gewichtsreduktion beruht vor allem darauf, dass durch die Umstellung der Dünndarmlängen weniger Energieträger (Fette, Zucker, Proteine) durch die Nahrung in den Körper aufgenommen werden.

Nach der  biliopankreatischer Diversion beträgt der Spitalaufenthalt in der Regel 5 bis 7 Tage.

 

Welche positiven Veränderungen kann man erwarten?

Die biliopankreatische Diversion weist sehr gute Langzeitresultate der Gewichtsreduktion auf. Die Lebensqualität wird von den meisten Patienten als gut beurteilt.

Mit der biliopankreatischen Diversion können Sie im Langzeitverlauf durchschnittlich 75 % bis 85 % Ihres Übergewichtes verlieren. Zudem können die meisten Folgekrankheiten der Adipositas geheilt oder stark verbessert werden.

Welche negativen Folgen sind möglich?

Ein Nachteil der biliopankreatischen Diversion sind die häufig auftretenden Mangelernährungen, dies ist auch der Grund weshalb wir die Operation nicht routinemässig empfehlen können.

Die Operation eignet sich vor allem bei sehr schwerem Übergewicht
( BMI> 50) als Erst- oder Zweit-Eingriff nach Magenbypass oder Gastric Sleeve Operationen, sofern mit diesen Operationen nicht der gewünschte Erfolg erzielt werden konnte. Die Indikation für einen solchen Eingriff muss sehr sorgfältig gestellt werden.

Zu den seltenen Komplikationen (< 1 %) der biliopankreatischen Diversion in der Früh-Phase gehören Nachblutungen und Anastomosen-Insuffizienz (Aufgehen der maschinellen Klammernähte zwischen Darm und Magen).

Zu den Spät-Komplikationen nach biliopankreatischer Diversion gehören vor allem Mangelernährung, Vitaminmangelsymptome, Blutarmut (Anämie), Osteoporose, Gallen oder Nierensteine. Zudem können häufig übelriechende Stuhlgänge und Gasabgänge auftreten.

All diese möglichen Spät-Komplikationen lassen sich aber oft vermeiden, indem Sie die notwendigen ärztlichen Nachkontrolltermine mit Blutbestimmungen zur Ernährungssituation und die Ernährungsempfehlungen einhalten.

Nähere Auskünfte über Chancen und Risiken einer biliopankreatische Diversion erhalten Sie in unseren Bariatrie-Sprechstunden.